Mit einem Schuss

zu den Rezensionen

Jetzt hier mit einem Klick das Buch bestellen und versandkostenfrei nach Hause schicken lassen!

Jetzt hier mit einem Klick das eBook bestellen und sofort ins Lesevergnügen eintauchen!

Mit einem Klick zur Leseprobe.

 

 

 

 

Hier gibt es meine Bücher mit einer Signatur.

Fortsetzung 30-Minuten Text

Jässo schrie und weinte, bis er vor Erschöpfung über dem Leichnam zusammenbrach. Das Schluchzen ebbte ab. Er hatte noch nie einen toten Menschen gesehen und wusste nur aus den Worten seiner Urgroßmutter, dass die ganze Sippe um den Gestorbenen weinte und lamentierte und jeder berichtete von den guten Taten. Flüsternd, dann immer lauter werdend begann er die Verdienste der alten Gasko zu benennen, zählte alles auf, was sie ihm in seinem neunjährigen Leben beigebracht hatte und dessen er sich erinnern konnte. Sie hatte ihn in der Zigeunersprache unterwiesen, er kannte sämtliche geheimen Zeichen, wusste um die Bedeutung seiner Finger und konnte den Stammbaum seiner Familie bis in die siebte Generation zurück aufsagen. Die Gasko hatte ihm an den langen Abenden am Lagerfeuer von ihren vielen Wanderungen, fremden Ländern und unendlichen Meeren erzählt. Dabei hatte sie auf ihrem Pfeifenstil gekaut und ihn mit ihren blitzenden Augen angesehen, dass er meinte, sie schaue direkt in seine Seele. Ihn fröstelte und er schob das letzte Holzscheit auf die Glut, beobachtete, wie die kleinen Flammen gierig daran leckten. „Romiko, komm zu mir“, lockte Jässo und aus der tiefen Dunkelheit der Höhle antwortete ihm ein leises Fiepen, gefolgt vom Scharren der Krallen auf dem Lehmboden. Er verharrte, bis das weiche Fell sein Handgelenk streifte. „Romiko, jetzt habe ich nur noch dich. Hältst du mit mir die Totenwache?“

 

Auch dies ist ein Auszug aus meinem Stundentext vom Buchreif-Forum beim heutigen Schreiben gegen die Zeit.

Kommentar schreiben

Kommentare: 0