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Thomas der Held

„Au – du tust mir weh! Lass mich los!“

„Was schleichst du dich in der Nacht hier an unserem Lager herum?“ Die drohende Stimme gehörte zu dem Mann, der Thomas´ Ohr in die Länge zog und dafür sorgte, dass er den Boden nur noch mit den Zehenspitzen berührte. „Bist du ein Spion? Wer schickt dich?“

„Ich rede erst, wenn du mich loslässt verdammt noch mal!“, zischte Thomas durch seine zusammengebissenen Zähne, versuchte, seine Angst und seinen Ärger zu überspielen. Er hatte sich so vorsichtig ans Lager angeschlichen und lag seit dem frühen Abend auf der Lauer. Wenn sein Magenknurren ihn verraten hätte, als der herrliche Duft gebratenen Fleisches zu ihm herübergeweht war, es hätte ihn nicht gewundert. Aber mitten in der Nacht unsanft an den Ohren aus dem Gras gezogen zu werden, war eine Erniedrigung. Der Soldat ließ sein Ohr los und packte ihn mit der anderen Hand am Kragen, was lange nicht so schmerzhaft war und Thomas rieb seine brennende Ohrmuschel. Er schluckte und würgte die aufsteigenden Tränen zurück in seinen Schlund, schließlich wollte er zu den Soldaten. Wenn er nun losheulte wie eine Memme, würden sie ihn gleich zum Teufel jagen. „Bring mich zum Hauptmann!“

Der Soldat lachte schallend, klopfte sich auf die Schenkel, dass der Säbel an die Stiefel schlug.

„Wer bist du, dass du meinst, mir Befehle erteilen zu können, du Knirps?“

Thomas scharrte mit dem Fuß über den Boden und schwieg verlegen, da war er ja wieder einmal mächtig ins Fettnäpfchen getreten und am liebsten hätte er sich auf die Zunge gebissen.

„Na los, antworte mir!“

„Thomas“, flüsterte er, straffte seinen Rücken und sagte deutlich: „Thomas Held.“

„Na, Helden habe ich mir immer anders vorgestellt, du hast dich ja nicht gerade wie einer benommen“, sagte der Soldat mit seiner rauen Stimme, doch Thomas spürte einen freundlichen Unterton.

„Nein, wohl nicht.“

„Dann bring ich dich jetzt erst einmal in unser Lager“, brummte der Soldat. „Hast du Hunger?“

Thomas nickte und ließ sich über einen Pfad vorwärtsschieben. Das Gewehr hing dem Soldaten über der Schulter, der Säbel schlug ihm beim Laufen gegen die Stiefel und Thomas fragte sich, wie der sich so hatte an ihn heranschleichen können. 

 

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