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Fr

29

Apr

2011

Was für ein Tag

Es hat fast funktioniert. 

"Personen im Gleis!" Der Zug hatte Verspätung. Der nach Chur hielt planmäßig im Gleis gegenüber. Sollte ich mein Buch in einen anderen Zug legen?

Nein! 

Das hätte ich auch nie geschafft, nach einer Minute fuhr der Zug schon ab.

Neue Durchsage: "Der Zug hat voraussichtlich 15 Minuten Verspätung!"

Was sollte ich tun? Wenn der Zug in Münster eintraf, hätte ich nur eine Minute Zeit. Reinsteigen - Buch deponieren - gegen den Strom aussteigen!

Das hätte ich im Leben nicht geschafft.

Habe die Leute auf dem Bahnsteig taxiert. Wem der Wartenden könnte (wollte) ich mein Buch anvertrauen?

Erster Versuch:

Eine Frau, etwa Mitte 50, Koffer, Rucksack, gut gekleidet, gepflegt.

Ob sie schon etwas von BookCrossing gehört habe?

Nein und interessiert sei sie auch nicht.

Der Hinweis, sie könne mein Buch kostenlos mitnehmen, lesen und weitergeben wurde mit dem Bescheid abgeschmettert, sie habe keinen Platz in ihrem Rucksack, da stecke schon ein Buch drin.

Na ja, dann eben nicht!

Ich schaue weiter den Bahnsteig entlang. Hin und her.

Eine andere Frau, gleiches Alter.

Ja, sie kennt BookCrossing, erzählt sie mir, das wird in Hamburg in einigen Bussen gemacht.

Ob ich ihr mein Buch anvertrauen darf?

Aber gerne und sie strahlt mich an. Sie freut sich, schenkt mir ein Lächeln und mit dem läuft der Zug ein.

Gute Reise!

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Do

28

Apr

2011

ACHTUNG! MEIN BUCH GEHT AUF DIE REISE:

Wenn die Bahn pünktlich ist, lege ich das "Leere Versprechen" Morgen, 29. April 2011, in Münster (Westf.) in einen Fernreisezug, der aus Gleis 12 abfährt. Ich wünsche meinem Buch viele interessierte Leser und hoffe, dass es kreuz und quer durch Deutschland fährt. 
Ach ja, der Zug fährt um 8.59 Uhr in Richtung Norden ab. Nach der Fahrzeit, hätte ein Fahrgast 5 Stunden und 36 Minuten Zeit zu entscheiden, ob er das Buch weiterliest oder sofort wieder auf die Reise schickt. 
Gute Fahrt! 

Eingeklebt ist folgender Text: 

Dieses Buch wurde weder verloren noch vergessen. Es wurde mit Absicht freigelassen, damit es gefunden werden kann. Das nennt sich Bookcrossing und ist ein weltweites Forum zum Lesen, Tauschen und Freilassen von Büchern. Bitte geh auf 
www.bookcrossing.de 
und mach einen Eintrag mit der unten angegebenen Nummer, damit die vorigen Leser erfahren, wohin seine Reise führt. Das ist kostenlos und anonym. Nach dem Lesen einfach an Freunde weitergeben oder wieder freilassen!

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Sa

23

Apr

2011

Fortsetzung 30-Minuten Text

Jässo schrie und weinte, bis er vor Erschöpfung über dem Leichnam zusammenbrach. Das Schluchzen ebbte ab. Er hatte noch nie einen toten Menschen gesehen und wusste nur aus den Worten seiner Urgroßmutter, dass die ganze Sippe um den Gestorbenen weinte und lamentierte und jeder berichtete von den guten Taten. Flüsternd, dann immer lauter werdend begann er die Verdienste der alten Gasko zu benennen, zählte alles auf, was sie ihm in seinem neunjährigen Leben beigebracht hatte und dessen er sich erinnern konnte. Sie hatte ihn in der Zigeunersprache unterwiesen, er kannte sämtliche geheimen Zeichen, wusste um die Bedeutung seiner Finger und konnte den Stammbaum seiner Familie bis in die siebte Generation zurück aufsagen. Die Gasko hatte ihm an den langen Abenden am Lagerfeuer von ihren vielen Wanderungen, fremden Ländern und unendlichen Meeren erzählt. Dabei hatte sie auf ihrem Pfeifenstil gekaut und ihn mit ihren blitzenden Augen angesehen, dass er meinte, sie schaue direkt in seine Seele. Ihn fröstelte und er schob das letzte Holzscheit auf die Glut, beobachtete, wie die kleinen Flammen gierig daran leckten. „Romiko, komm zu mir“, lockte Jässo und aus der tiefen Dunkelheit der Höhle antwortete ihm ein leises Fiepen, gefolgt vom Scharren der Krallen auf dem Lehmboden. Er verharrte, bis das weiche Fell sein Handgelenk streifte. „Romiko, jetzt habe ich nur noch dich. Hältst du mit mir die Totenwache?“

 

Auch dies ist ein Auszug aus meinem Stundentext vom Buchreif-Forum beim heutigen Schreiben gegen die Zeit.

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Do

21

Apr

2011

Abwechslung

Heute habe ich nur Gedankenfetzen aufs Papier gebracht. Das macht nichts, denn ich weiß, dass sie sich in der nächsten Zeit zu Szenen zusammensetzen. Beim "Leeren Versprechen" ging es mir ähnlich. Tagelang ist der Kasper um ein Problem herumgeschlichen, hat mich bis in die Träume verfolgt, nur um zu einem nicht vorherbestimmbaren Zeitpunkt über meine Finger in die Tastatur zu strömen und zu einem wunderbaren Kapitel zu werden. Ja, so liebe ich das Schreiben!

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Mi

20

Apr

2011

Ich habe mich ablenken lassen

Ich gebe es zu: Ich habe mich ablenken lassen. Ich habe gelesen. Ja, den ganzen Tag. "Green Age - Die Geschichte des Asher Witherow" von M. Allen Cunningham. Das Buch hat mich von der Sprache einfach fasziniert und mir haben die Beschreibungen des "Nichts" und der "Leere" gefallen.

Seit ich das Buch ausgelesen habe, geistern Gedankenfetzen in meinem Kopf, die sich aber noch nicht in Sätze fassen lassen. Da brauche ich noch etwas Zeit und Inspiration.

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Di

19

Apr

2011

Sonnenschein und dunkle Höhlen

Manchmal ist es schwer, den Nachmittag am Schreibtisch zu verbringen, wenn draußen die Sonne scheint. Das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden ist die einzige Lösung. Mit dem Laptop in der Sonne zu sitzen bringt nicht viel. Es ist einfach zu hell. Wie gut, dass es da den AlphaSmart gibt. Mit diesem handlichen, batteriebetriebenen Gerät, kann ich an jedem Ort schreiben. So sind gestern ein paar gute Ansätze für den Einstieg in eine Szene entstanden. Leider klappt die Übertragung über Windows 7 noch nicht. Bin gespannt, ob der Hersteller mir einen Treiber zuschickt.

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Mo

18

Apr

2011

Noch ein erster Satz

Thomas Held saß auf dem nackten Boden, lehnte mit dem Rücken an der kühlen, feuchten Bruchsteinmauer der Burg Losenstein und fühlte sich im Moment nicht als Held.

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Mo

18

Apr

2011

Ein erster Satz

Gasko zog genussvoll an ihrer Pfeife, inhalierte den aromatischen Rauch tief in ihre Lungen und ließ ihre Gedanken fünfzehn Jahre zurückwandern, als ihre Sippe sich für die Freiheit und damit für ein Leben im Verborgenen entschieden hatte, als die österreichische Herrscherin die Zigeuner gezwungen hatte, sich in eigenen Dörfern anzusiedeln, die sie ohne Erlaubnis nicht verlassen durften, ihnen Pferde und Kutschen weggenommen und Land gegeben hatte, damit sie von den Erträgen Steuern bezahlten; glücklich, davongekommen zu sein, erfuhr die Sippe vor zwölf Jahren, dass Maria Theresia die verachtende Bezeichnung Zigani durch Neubürger ersetzt hatte und die jungen Sinti zum Militärdienst einzog, vor sechs Jahren hatte sie den Woiwoden die seit Jahrhunderten in ihrer Tradition verwurzelte Gerichtsbarkeit entzogen und den örtlichen Gerichten unterstellt; während Gaskos Sippe weiterhin die Erlasse Maria Theresias missachtete, bis Gasko in den Karten gelesen hatte, dass Leandra Zwillinge gebären würde, woraufhin ihr Enkel acht Monate später die folgenschwere Entscheidung getroffen hatte sesshaft zu werden, ohne zu ahnen, was in den Karten stand, welchem Schicksal er die Neugeborenen aussetzen würde; die Zeichen der gekreuzten Zigeunerlinien ignorierend, die sich von der grauen Rinde des uralten Buchenstammes am Rande der Lichtung abhoben: ein Kreis von zwei waagerechten Linien geteilt, die in einen spitzen Pfeil mündeten, deren Anblick ihr einen Stich versetzte; trat Alessandro Lovare aus dem Schutz des Waldes auf die lichtüberflutete Wiese, hinterließ schimmernde Abdrücke im taubenetzten Gras, ging zielstrebig auf die schwarzen Schatten der Stadtmauer von Temesvar zu, die das frostige Mondlicht scharf vor der Nacht hervorhob und besiegelte die unbestimmte Zukunft der Sippe, während Gasko den Rauch aus ihren Lungen über die bebenden Nasenflügel in die sternenklare Nachtluft entließ.

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Mo

18

Apr

2011

Erste Lesung

Tagelang habe ich passende Stellen aus meinem Roman herausgesucht, die ich den Besuchern meiner ersten Lesung am Freitagabend präsentieren könnte. Mit der Stoppuhr habe ich die Passagen wieder und wieder gelesen, einige Textstellen gestrichen und vor allem auf die richtige Betonung geachtet. Es hat sich bezahlt gemacht. Die Lesung war ein voller Erfolg und die Zuhörer zufrieden. Für mich war es eine gute Übung - für die nächste Lesung.

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