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Di

31

Mai

2011

bestes Fan-Leser-Foto gesucht

Meine Empfehlung : "Leeres Versprechen " von Evelyn Barenbrügge !!
Ein tolles Buch !!!!
Von: Franz Averstegge
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Di

24

Mai

2011

Jässo

Die schummrig blakende Fackel streute zerfetzte Schatten auf den hellen Kalkstein, hervorgezaubert durch die bizarren Tropfsteine, die in fantasievollen Gebilden aus der Decke, Vorsprüngen und dem Boden wuchsen; gewundene Gesimse schlangen sich an den Wänden in schwindelerregende Höhen, verloren sich in der Finsternis über ihm, nicht geeignet für seine Füße, begrenzt, gefährlich am Abgrund, unwegsam vom losen Gestein; das knistern der nach Luft lechzenden Flamme, plätscherndes Tropfen und leises Rauschen unterbrachen die Stille. Jässo hockte auf einem Stein, der vor Urzeiten von den Elementen abgesprengt, am Rand einer Felsröhre lag, die steil in die Tiefe abfiel, in Jahrhunderten vom Wasser ausgewaschen, das unerreichbar unter ihm vorbei rauschte, in weiter Ferne aus dem Berg sprudelte, um ein Stück entfernt erneut im Erdinnern zu verschwinden. Das Gurgeln verstummte von einer Sekunde auf die andere, als hätte jemand die Öffnung mit einem Lumpen verstopft und als das Echo verklungen war, hüllte Grabesstille ihn ein.

 

Mein Versuch nach tagelanger Pause (zumindest hier im Blog): die Beschreibung einer Höhle. 

Ist es gelungen?

Oder eher nicht?

 

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Mo

16

Mai

2011

Thomas der Held

„Au – du tust mir weh! Lass mich los!“

„Was schleichst du dich in der Nacht hier an unserem Lager herum?“ Die drohende Stimme gehörte zu dem Mann, der Thomas´ Ohr in die Länge zog und dafür sorgte, dass er den Boden nur noch mit den Zehenspitzen berührte. „Bist du ein Spion? Wer schickt dich?“

„Ich rede erst, wenn du mich loslässt verdammt noch mal!“, zischte Thomas durch seine zusammengebissenen Zähne, versuchte, seine Angst und seinen Ärger zu überspielen. Er hatte sich so vorsichtig ans Lager angeschlichen und lag seit dem frühen Abend auf der Lauer. Wenn sein Magenknurren ihn verraten hätte, als der herrliche Duft gebratenen Fleisches zu ihm herübergeweht war, es hätte ihn nicht gewundert. Aber mitten in der Nacht unsanft an den Ohren aus dem Gras gezogen zu werden, war eine Erniedrigung. Der Soldat ließ sein Ohr los und packte ihn mit der anderen Hand am Kragen, was lange nicht so schmerzhaft war und Thomas rieb seine brennende Ohrmuschel. Er schluckte und würgte die aufsteigenden Tränen zurück in seinen Schlund, schließlich wollte er zu den Soldaten. Wenn er nun losheulte wie eine Memme, würden sie ihn gleich zum Teufel jagen. „Bring mich zum Hauptmann!“

Der Soldat lachte schallend, klopfte sich auf die Schenkel, dass der Säbel an die Stiefel schlug.

„Wer bist du, dass du meinst, mir Befehle erteilen zu können, du Knirps?“

Thomas scharrte mit dem Fuß über den Boden und schwieg verlegen, da war er ja wieder einmal mächtig ins Fettnäpfchen getreten und am liebsten hätte er sich auf die Zunge gebissen.

„Na los, antworte mir!“

„Thomas“, flüsterte er, straffte seinen Rücken und sagte deutlich: „Thomas Held.“

„Na, Helden habe ich mir immer anders vorgestellt, du hast dich ja nicht gerade wie einer benommen“, sagte der Soldat mit seiner rauen Stimme, doch Thomas spürte einen freundlichen Unterton.

„Nein, wohl nicht.“

„Dann bring ich dich jetzt erst einmal in unser Lager“, brummte der Soldat. „Hast du Hunger?“

Thomas nickte und ließ sich über einen Pfad vorwärtsschieben. Das Gewehr hing dem Soldaten über der Schulter, der Säbel schlug ihm beim Laufen gegen die Stiefel und Thomas fragte sich, wie der sich so hatte an ihn heranschleichen können. 

 

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Mi

11

Mai

2011

Inspiration

Mit allen Sinnen schreiben, das fällt am Schreibtisch manchmal schwer. Ich habe heute die Sonne genutzt, um mich draußen von meiner Umgebung inspirieren zu lassen. 

An der Berkel, gleich hinter der alten Wassermühle, wo ich meine erste öffentliche Lesung hatte; damals stand auf der gepflasterten Fläche ein Ohrensessel; gibt es keine Sitzgelegenheit. Also radelte ich weiter bis zum Quellteich hinter dem Sportzentrum. Eine schöne Bank, direkt am Wasser. Doch wie soll ich einen mühsamen Weg durch den Wald ins Gebirge beschreiben, wenn ich in einer stinkigen Wolke aus dem Schweinestall sitze? Nichts gegen Landluft, aber das war zu heftig. 

Ich umrundete die Quellen und fand auf der anderen Seite einen schönen Platz in der Sonne. Eine halbe Stunde schrieb ich auf meinem Alpha Smart, dann spürte ich meine Füße. Die Bank hatte einen Nachteil: Sie war zu hoch, oder meine Beine zu kurz. Mein letzter Ausweg war das Wassertretbecken und dort ließ ich mich dann für eineinhalb Stunden nieder. Die Bank hat die richtige Höhe und die Umgebung ist lauschig. Viel Sonne, ab und zu ein paar Leute, Kinder, die das schöne Wetter mit ihren Müttern nutzten und mit den Füßen im Wasser plantschten. Ein idealer Ort, weit ab vom Straßenlärm und mit viel Glück einigen Rehen mit männlichem Begleitger hinter dem Zaun.

Das Ergebnis: Sieben Normseiten, die ich nur an kleinen Stellen überarbeiten musste und die ich nun ohne weiteres einer Lektorin vorlegen könnte.

Will sagen: Ich bin zufrieden mit dem heutigen Tag.

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Di

10

Mai

2011

Gasko trifft ihren Begleiter

„Kwa, kwa!“

Gasko blickte sich suchend um.

„Kwa, kwa!“

Sie blieb stehen, Kolta zupfte sofort an den Grasbüscheln, Gasko beobachtete scheinbar teilnahmslos die Umgebung, innerlich bis aufs äußerste angespannt.

„Es wird Zeit, dass du kommst, es ist fast Mittag.“ Ein stattliches Mannsbild trat hinter einem Baum hervor. Blitzende Augen in einem olivfarbenen Gesicht musterten sie, beim Sprechen wippte ein Grashalm zwischen den roten Lippen im Mundwinkel, seine Daumen hatte er in die Weste eingehakt, drei Silbermünzen klimperten dort an einer kurzen Kette, seine Haare kringelten sich frech unter seinem Hut bis in den Nacken, die Hose war an den Knien abgewetzt und seine Füße steckten in derben Schuhen. „Ich bin Milan.“

„Schäm dich, einer ehrbaren alten Frau so eine Angst einzujagen.“

„Baba, wenn ich dich erschrecken wollte, würde ich dann quaken wie ein harmloses Entlein? Müsste ich dann nicht gefährlich grollen wie ein Wolf?“ Er lachte, schob seinen Hut zurück und zog den Halm aus dem Mund. „Kann ich dir was abnehmen?“

 

 

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Mo

09

Mai

2011

Ein neuer Tag bricht an

Bevor sie aus dem Wald traten, beobachtete Gasko eine Weile die Straße, horchte auf fremde Laute, Hufgetrappel oder das Knirschen heranrollender Räder. Die unberührte Stille wurde im selben Moment von erstem Vogelgezwitscher gestört, die Morgendämmerung ließ den Mond verblassen und erneut musste sie Kolta vom saftigen Gras trennen.

 

Heute nur eine kurze Passage, da ich mit zu vielen anderen Dingen beschäftigt war (leider). Morgen ist ein neuer Tag und ich hoffe, dass ich dann nicht gestört werde, bzw. mit nicht ablenken lasse.

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So

08

Mai

2011

Dialog mit Ziege

 

„Und unsere Musik erst; die liebt sie, das weiß ich genau. Alessandro lässt die Herzen der Menschen weinen oder vor Freude strahlen, gerade so, wie er es will. In dieser Stimmung ist es ein Vergnügen, anschließend mit dem Hut herumzugehen. Da fallen immer einige Münzen mehr ab.“ Sie klopfte warme Asche aus der Pfeife, kaute auf dem Pfeifenstil, inhalierte den Rauch, schnäuzte sich mit den Fingern die Nase und starrte in die Nacht. „Was meinst du Kolta, hast du noch ein paar Tropfen Milch für unseren Jässo?“

„Määh!“

 

Etwas Spaß muss sein und eine Ziege herzunehmen, um dem Leser historische Fakten nahe zu bringen, gefällt mir.

In der Textstelle gibt es bei 87 Wörtern vier Füllwörter, das entspricht 4.6% ist aber völlig in Ordnung, denn sonst würde die wörtliche Rede viel zu statisch sein.

 

Im Gesamttext, bisher 24 Normseiten (ja ich weiß, ich hinke etwas hinterher), gibt es bei 5500 Wörtern 102 Füllwörter. Das wird meinen Wünschen absolut gerecht. 

Es gibt immer wieder Diskussionen um diese Wörter und ich versuche die meisten zu vermeiden. Mir gefällt es so und andere haben dazu eben andere Meinungen. Bisher hat sich zumindest noch niemand darüber beschwert, dass es in meinem Roman "Leeres Versprechen" zu wenig davon gibt.

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Sa

07

Mai

2011

Nachts im Wald

Es geht voran mit meiner Geschichte und meine Hauptfigur ist in guten Händen, bzw. Armen. Ich möchte natürlich nicht zu viel verraten und hier nur einen Satz als Zutat zum Ganzen präsentieren. Nur zum besseren Verständnis, die Mule sind die Geister der Toten.

 

„Was habe ich ihn in dem Moment geliebt, kleiner Jässo, seine feurigen Augen, seine wilden Locken und die Silbertaler, die an seiner Weste tanzten, als er durch das Lager sprang wie ein frei gelassener Mule beim Totentanz."

 

Ich bin selber schon ganz gespannt, wie es weitergeht.

 

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Do

05

Mai

2011

Social Network - Facebook, Twitter & Co

Als Autorin kann und darf ich mich nicht verstecken, will ich auch gar nicht, es sei denn: ich schreibe!

Dann brauche ich Ruhe um mich herum und in mir, damit meine Seele Flügel bekommt und meine Protagonisten in ihrer Zeit bleiben. Nichts wäre peinlicher, als wenn ein Leser mit später sagt: "Wie können Sie Jässo mit Boots durch die Wälder schicken?" 

Das geht natürlich nicht, denn es gab weder den Begriff noch diese Art von Schuhen im ausgehenden 18. Jahrhundert. 

Dennoch ist es wichtig, mit den aktuellen Medien zu arbeiten, auf diese Weise erreiche ich viele Leser direkt, vielleicht habe ich auch Glück, dass sich eine Literaturagentur oder ein Verlag auf meine Seite verirrt. Noch schöner ist es allerdings wenn Leser oder jemand aus der Buchbranche gezielt nach meiner Seite sucht. 

Und das setzt Öffentlichkeit voraus.

So, das war ein kleiner Exkurs. Morgen gibt es wieder etwas von meinem aktuellen Projekt.

 

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Di

03

Mai

2011

Mein Held hat das Licht der Welt erblickt

Heute hat der Held meines neuen Romans das Licht der Welt erblickt. Also ich meine auf dem Papier. Sein tatsächliches Geburtsdatum ist der 30. August 1773. Der Tag und der Monat spielen dabei nicht die entscheidende Rolle, aber das Jahr ist für die weiteren Geschehnisse wichtig.

Der Anfang liest sich gut und ich bin in meinem Arbeitspensum geblieben. Ich weiß, fünf Normseiten hört sich nicht viel an, aber die sind zu 90 Prozent fertig. Denn, wenn ich eines bei meinem letzten Roman gelernt habe, dann ist es professionelles arbeiten. Sagt jedenfalls meine Lektorin. Wenn ich so weiterarbeite, hat sie kaum was zu tun. Ich finde es gut so. Denn so macht das Schreiben viel mehr Spaß.

Bis zum nächsten Beitrag.

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Mo

02

Mai

2011

Ein Ausschnitt aus dem Schreiben gegen die Zeit

„Hast du alles vorbereitet? Wir haben keine Zeit mehr. Leandra liegt in den Wehen. Im Moment sind Charmen und Anira bei ihr.“ Alessandro war in den Wagen gestürmt und blickte seine Großmutter an. „Gasko, bist du bereit?“ 
„Werden die anderen schweigen?“ 
„Das weiß ich nicht. Nur wir beide wissen Bescheid.“ Alessandro strich über die Decke, die vor ihm auf dem Bett lag. „Und so soll es bleiben. Warte mit deinen Sachen im Schatten der Buche. Du musst unverzüglich aufbrechen.“ 
„Ich werde rechtzeitig dort sein. Was willst du ihnen sagen?“ 
„Das weiß ich noch nicht. Mir wird zur passenden Zeit etwas einfallen. Das Warten hat endlich ein Ende. Findest du den Weg?“ 
„Ja.“ 
Alessandro verließ den Wagen und tauchte in die Dunkelheit. Gasko stellte sich ans Fenster und sah, wie er die Tür zu seinem Wagen öffnete. Kurz darauf schimmerte ein heller Fleck in die Nacht, der nach einigen Minuten wieder verlöschte. Die Tür öffnete sich erneut und Alessandro trat mit einem Bündel heraus, ging um den Wagen und war verschwunden. Ein lang gezogener Schrei zerriss die Stille. Gasko seufzte, packte ihr Bündel, löschte das Licht und vergewisserte sich, dass niemand in der Nähe war, als sie die Tür öffnete und in der Finsternis verschwand. Sie stapfte durch das nachtfeuchte Gras, ihre Habseligkeiten an den Leib gepresst. Schwer atmend drückte ihren Rücken an den glatten Baumstamm und wartete, alle Sinne geschärft. Nicht das leiseste Geräusch würde ihr entgehen. 
„Großmutter!“ 

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