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Histo-Couch über Leeres Versprechen

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Kurz gefasst:

 

Attendorn im Sauerland, 1764 – Missernten und willkürliche Steuererhöhungen treiben die Menschen im Herzogtum Westfalen in bittere Armut. Der vierzehnjährige Bauernjunge Kasper Baumann kann nach einem Unfall in seiner Kindheit keine schweren Arbeiten verrichten. Bei den Mönchen im Kloster Ewig stillt er seinen unwiderstehlichen Drang nach Bildung. Als sein Vater dem Versprechen auf fruchtbaren Boden und der Aussicht auf Steuerfreiheit in Österreich folgt, muss Kasper die Obhut der Mönche verlassen und die Familie ins Ungewisse begleiten. Nach Monaten voller Leid und Entbehrungen, dem endlosen Kampf gegen Naturgewalten und lebensbedrohlichen Verhältniss erwartet die Familie an den Ufern des Mures eine Tragödie, die Kasper zu vernichten droht.

 

 

Das meint Histo-Couch.de:„Kein Ruhmesblatt für die österreichische Monarchie“

von RITA DELL'AGNESE

 

Kasper fühlt sich nutzlos. Seit der älteste Sohn der Bauernfamilie Baumann durch einen Unfall verkrüppelt wurde, haben sich seine Eltern und Brüder von ihm abgewandt. Nur bei den Mönchen im Kloster Ewig fühlt sich der wissbegierige Junge wohl. Doch dies findet ein jähes Ende, als Kaspers Vater Georg Baumann beschließt, auf das Angebot eines Werbers zur Neuansiedlung an der ungarischen Grenze einzugehen und mit seiner Familie auszuwandern. Die österreichische Kaiserin Maria Theresia stellt allen neuen Siedlern Land und Güter in Aussicht. Denn die Neuansiedlung in einem durch Krieg verwüsteten Landstrich soll die Grenze vor dem Einfall der Türken schützen. Die Familie Baumann macht sich auf den Weg in die neue Heimat, die sich nicht als das erhoffte Paradies erweist. Auf die Auswanderer wartet ein hartes Schicksal.

 

Auf direkte Rede gesetzt

 

Kann man einen Roman vornehmlich in direkter Rede schreiben und dennoch Spannung erzeugen? Ja man kann. Evelyn Barenbrügge stellt dies in ihrem Debüt-Roman Leeres Versprechen eindrücklich unter Beweis. Zwar braucht es die Bereitschaft des Lesers, sich auf die ungewohnte Sprachmelodie einzulassen, doch dafür eröffnet sich eine intensive Welt, die den Leser sehr dicht einbindet. Leider geht die direkte Rede da und dort etwas zulasten einer stimmungsvollen Beschreibung, dies ist jedoch angesichts der Dichte der Erzählung gut zu verkraften.

 

Die Geschichte des kleinen Mannes

 

Im Mittelpunkt des Geschehens steht der junge Kasper, an der Schwelle vom Jungen zum Erwachsenen. Durch das Wissen, das ihm die Mönche im Kloster vermittelt haben, ist Kasper in der Lage, den kranken Reisegefährten beizustehen. Damit gewinnt er aber nicht nur an Selbstvertrauen – manchmal drohen die Zweifel ihn aufzufressen. Und genau dieses Bild, das die Autorin vom Jungen zeichnet, lässt ihn dem Leser sehr nahe kommen. Es gelingt mühelos, sich mit dem Jungen zu identifizieren, seine Gefühle zu verstehen und mit ihm mitzufühlen. Kasper ist weder ein großartiger Held noch mit übersinnlichen Fähigkeiten ausgestattet: Er ist das Kind einer Zeit, in der sich die Menschen oft selber helfen mussten, weil die Bevölkerung unter bitterer Armut zu leiden hatte. Diese Geschichte erzählt Evelyn Barenbrügge und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Auch nicht, wenn es darum geht, dass die Kaiserin sich nicht gerade mit Ruhm bekleckert, was die Auswanderer betrifft.

 

Auf Fakten aufgebaut

 

Hinter dem Roman steckt eine intensive Recherche. So wird den Lesern ein düsteres Kapitel der österreichischen Monarchie näher gebracht, von dem man in der Regel kaum etwas hört. Allerdings schont Evelyn Barenbrügge auch die Obrigkeit in der alten Heimat nicht. Ihre willkürlichen Steuererhöhungen, die mutwillige Zerstörung der Getreidefelder und vieles mehr, das die arme Bevölkerung zusätzlich beutelt, führt erst zur Situation, dass so viele Menschen sich auf den Weg in eine neue Zukunft machen. Denn das, was die Familie Baumann erlebt, steht für viele, die auf das leere Versprechen der Kaiserin hereingefallen sind.

Sehr detailliert geht Evelyn Barenbrügge auch auf die Botanik ein. Hier ist auch eine der ganz wenigen Schwachstellen des Romans zu finden, denn die jeweiligen Erklärungen der Heilpflanzen und ihres Einsatzgebietes wirken denn doch etwas zu lehrbuchhaft.

 

Gelungener Debüt-Roman

 

Leeres Versprechen ist ein ausgereifter historischer Roman, der berührt und betroffen macht. Dass es sich hier um einen Debüt-Roman handelt, macht ihn umso bemerkenswerter. Die Autorin legt einiges vor und wenn sie die Qualität auch in nachfolgenden Romanen halten kann, dürften hier noch viele außergewöhnliche Lesestunden auf die Freunde von historischen Romanen warten.

Wer sich für die Geschichte des gewöhnlichen Volkes interessiert und weder außergewöhnliche Schlachten noch fulminante Liebesgeschichten erwartet, sondern an leiseren, aber eindringlicheren Tönen seine Freude hat, wird diesen Roman kaum aus den Fingern legen mögen.

Leser-Welt

veröffentlicht bei LESER-WELT - bitte auf das Bild klicken! 

 

Leeres Versprechen (Evelyn Barenbrügge)

 

Rezensionen hist. Romane1600 – 1750 Barock

 

Ein hoffnungsvoller Aufbruch wird zur fatalen Odyssee und besiegelt ihr Schicksal.

Attendorn 1764 - Missernten und willkürliche Steuererhöhungen treiben die Menschen

im Herzogtum Westfalen in bittere Armut. Der vierzehnjährige Bauernjunge Kasper

Baumann kann nach einem Unfall in seiner Kindheit keine schweren Arbeiten verrichten.

Bei den Mönchen im Kloster Ewig stillt er seinen unwiderstehlichen Drang nach Bildung.

Als sein Vater dem Versprechen auf fruchtbaren Boden und der Aussicht auf Steuerfrei-

heit in Österreich folgt, muss Kasper die Obhut der Mönche verlassen und die Familie

ins Ungewisse begleiten. Nach Monaten voller Leid und Entbehrungen, dem endlosen

Kampf gegen Naturgewalten und lebensbedrohlichen Verhältnis erwartet die Familie an

den Ufern des Mures eine Tragödie, die Kasper zu vernichten droht.

 

 

  

Autor:  Evelyn Barenbrügge
Verlag: Pressel 
Erschienen: 1. Februar 2011 
ISBN: 978-3937950778 
Seitenzahl: 600 Seiten

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Die Grundidee der Handlung

Schon die Kurzbeschreibung umfasst das Wesentliche dieses Romans. Die Autorin hat

sich eines sehr interessanten und einschneidenden, aber gerade in historischen Romane

n leider auch viel zu wenig beachteten Themas angenommen: der Schwabenzüge. 
Kasper, ein Junge von gut 14 Jahren steht im Mittelpunkt des Geschehens. Er lebt mit

seinen Eltern und den drei Geschwistern in Attendorn im Sauerland. Es sind harte Zeiten

für die Familie und Kasper, der seit einem Unfall eine Behinderung hat, kann keine schwere

körperliche Arbeit verrichten und sucht im nahe gelegenen Kloster Ewig Trost bei den

Mönchen, die ihm vieles beibringen und ihm auch Wissen über die Kräuterheilkunde lehren.

Unterdessen unterbreitet Graf von Kaunitz, Staatssekretär Maria Theresias, der Kaiserin

ein Konzept, wie man die durch die Türkenkriege nur mehr sehr dünn besiedelten Gebiete

Österreichs/Ungarns wieder bevölkern könnte. Auf Kaunitz' Vorschlag werden nun Boten ins

Heilige römische Reich deutscher Nation geschickt, um die Bauern und Handwerker - die in

der Heimat durch hohe Steuern und rücksichtslosen Verhalten der Adeligen in extrem

ärmlichen Verhältnissen leben müssen - mit Reisegeld und in Aussichtstellen von

Vieh und Saatgut zu überreden, Maria Theresias Ruf zu folgen und mit den Familien nach

Österreich über zu siedeln. In großen Scharen machen sich die Leute auf den Weg und

auch Kaspers Vater sieht seine einzige Chance seine Familie ernähren zu können darin,

das Risiko zu wagen, den Versprechungen zu glauben und sich mit seinen Lieben auf die

lange Reise zu begeben.


Stil und Sprache

Ein Debutroman. Eine unbekannte Autorin. Ein Schmöker von sogleich 600 Seiten über ein

Thema, das in historischen Romanen nie bzw. nur sehr selten aufgenommen wird. Ein

Wagnis? Nein, eine wunderbare Entscheidung von Evelyn Barenbrügge! Ein kurzer aber

intensiver Prolog führt in die Geschichte ein. Schnell formt sich das klare Bild eines kleinen

Bauernhofs, der von der Familie Baumann bewohnt wird, die sich nur durch harte Arbeit ihr

Überleben sichern kann. Wort- und bildgewaltig baut die Autorin ihr Gerüst um die Gescheh-

nisse und liefert dem Leser einen cineastisch authentischen Einblick in die Welt der einfachen

 Leute in der Mitte des 18. Jahrhunderts. Die Reise, auf die sich die Familie begibt, wird sie

weit über tausend Kilometer von zu Hause wegführen und was diese anstrengende Reise

für eine sechsköpfige Familie an Problemen alles mit sich bringt, schildert die Autorin auf

eindringliche und sehr glaubhafte Weise. Hat man bei den ersten Kapiteln noch das Gefühl,

sprachlich über den einen oder anderen kleinen Stein zu stolpern, so legt sich dies rasch im

Fortlauf der Erzählung und endet schließlich in einem packenden und mitreißenden Fluss aus

schönen und heiteren, traurigen, aber auch sehr berührenden Erlebnissen. Sehr geschickt

mit eingewoben sind Landschaft und Umgebung und ermöglichen dem Leser eine virtuelle

Teilnahme an dieser eindrucksvollen Wanderschaft. Dabei ist er stiller Begleiter Kaspers,

der besonders eindrucksvoll seine Empfindungen und Sehnsüchte vermittelt. Nur ab und

an gewährt die Autorin einen Exkurs nach Wien zu Maria Theresia und ihrem Staatssekretär

Graf von Kaunitz. Dieser Perspektivenwechsel veranschaulicht die ganzen politischen

Überlegungen und Strategien Kaunitz', der mit den Menschen jongliert wie ein Artist mit seinen

Bällen.

Ob die eine oder andere Begebenheit so war wie beschrieben oder ob sich die eine oder

anderehistorisch belegte Figur wirklich so verhalten hat wie in der Geschichte, ist in so einer

redundanten Erzählung nicht von Bedeutung, denn auf jeden Fall bleibt zu sagen: Es hätte so

sein können, denn auch für den Leser wird diese Reise ein Auf und Ab der Gefühle, das noch

lange im Bewusstsein bleibt.


Figuren
Ein Erstlingswerk, in dem nicht nur Sprache und Erzählstil bemerkenswert sind, sondern

vor allem auch die Figuren. Zweifelsfrei ist Kasper der Protagonist, der als ältester Sohn

seine Eltern und drei Geschwister auf die Reise begleiten muss. Kasper ist ein Ausnahme-

protagonist. Kein strahlender Held, kein Alleskönner, kein umwerfender Schönling, aber ein

sehr empfindsamer 14-jähriger, den ein Unglück schnell erwachsen werden ließ. Durch einen

Unfall hat Kasper ein deformiertes Handgelenk und zwei steife Finger und ist gerade für die

Mutter nur mehr ein Krüppel, der zu anstrengender Arbeit, wie am Hof notwendig, nicht mehr

taugt. Aber Barenbrügge hat mit Kasper einen beeindruckenden jungen Mann geschaffen,

in dessen Innerstes der Leser Einblick erhält, und mit immenser Empathie zeichnet die Autorin

die Gedanken und Empfindungen ihres Hauptdarstellers, ohne Effekthascherei und ohne

deskriptiv zu werden.  Barenbrügge gibt ihren Figuren quasi einen Schubs ins Leben und

überlässt es dem Leser, ihnen den letzten Schliff im Aussehen zu geben. So wirken alle

Darsteller, begonnen von Kaspers Familie, über ihre Wegbegleiter auf der langen Reise,

die Mönche, die Kasper so viel lehren und dessen Wissen er förmlich aufsaugt, bis hin zu

den weniger „netten“ Zeitgenossen, die Kasper im Laufe der Zeit kennen lernt, lebendig und

glaubwürdig. Viele Kleinigkeiten sind es, die die Figuren so lebendig gestalten und es einem

manchmal den Hals zuschnürt, ob der Tragik der Ereignisse, die die Familie erlebt. Intensive

Bilder schaffen einen Kosmos dieser Zeit, in der der Leser zum Zeitreisenden wird, mit der

Auflage, die Gefühle Kaspers ebenso stark spüren zu müssen wie er selbst.


Aufmachung des Buches

Wieder einmal ein Buch, bei dem es sehr bedauerlich ist, dass es nur als Taschenbuch und

nicht als Hardcoverausgabe verlegt wurde. Ein Buch, das eine hochwertige Ausgabe verdient

hätte. Dennoch ist es in ansprechender und geschmackvoller Aufmachung gestaltet. Der

ganze Umschlag ist das Bild einer Steinmauer und auf der Vorder- und Rückseite sieht man

– absolut passend zum Inhalt – die zarten Schatten von Ähren. Eine (leider etwas kurze)

Bemerkung zum historischen Hintergrund und eine Danksagung der Autorin am Ende des

Buches runden die schöne Taschenbuchausgabe ab.


Fazit
Der Debutroman von Evelyn Barenbrügge beinhaltet eine Geschichte, die keine Geschichte

mehr ist, sondern ein phantastisches und intensives Erlebnis, das sich einbrennt in die Seele

des Lesers, der mitleidet, mitbangt, mitfühlt und das eine gähnende Leere zurücklässt, wenn

es endet und man all die liebgewonnen Figuren und die vertraut gewordene Umgebung zwischen

den Buchumschlägen zurücklassen muss. Ein bemerkenswertes Buch von einer bemerkens-

werten Autorin, von der man hofft, in Zukunft noch mehr lesen zu können.



Hinweise
Rezension von Daniela Loisl

Herzlichen Dank an die Autorin Evelyn Barenbrügge für die Bereitstellung des Rezensions-

exemplars.

Dieses Buch kaufen bei: amazon.de

 

Das Literaturportal

Kein leeres Versprechen

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Ich habe oft Schwierigkeiten mir am Anfang eines Romans alle Namen und Charaktere zu merken. Das ist bei "Leeres Versprechen" für mich ganz leicht gewesen, weil hier die Protagonisten von Anfang an eine Persönlichkeit bekommen, schnell haben alle ein "Gesicht". 
Auch war ich bisher kein Fan historischer Romane, hier war ich von Anfang bis Ende in der Geschichte gefangen. 
Ich las vor kurzem mit meinem Sohn ein Kinderbuch über die Zeit der Piraten. Die Autorin nannte die Ära die "Dunkle Zeit". Auch in Evelyn Barenbrügges Roman konnte ich diese "Dunkle Zeit" sehr gut erspüren und nachempfinden. Sie scheint unglaublich genau recherchiert und sehr viel Wissen über die mir völlig unbekannten Zusammenhänge jener Zeit in Europa zu haben. 
Bei Evelyn Barenbrügge fühle ich, wie viel Herzblut und Sensibilität in ihrem Buch stecken. 
Es ist sehr atmosphärisch - von Anfang an war ich da. Schön beschreibst sie auch das "Drumherum". Oft finde ich Landschafts- oder Umgebungsbeschreibungen in Büchern langweilig, bei ihr stimmt das. 
Ich habe mit Kasper gehofft und gelitten, mit Marie, seiner Mutter, seinem Vater... Was für eine ungerechte Zeit. Aber trotzdem bleibt bei mir das Gefühl, dass alles einen Sinn hat und kein aussichtsloser Kampf sein muss, so schwierig es auch sein mag. 
Dieses Buch ist sehr empfehlenswert, ich bin gespannt auf Evelyns zweiten Roman! 

Rezension vom 16.05.2011

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Das Sauerland im 18. Jahrhundert: Unter der Knute des Adels ist das Leben für die Bauern unerträglich geworden. Wie sehr die Familie Baumann aus Attendorn auch schuftet, spart und haushaltet, die Not wird immer größer. Die Zukunft des Sohnes Kaspar ist vorgezeichnet. Da er nach einem Unfall eine lahme Hand hat, wird er den Vater nicht beerben und allenfalls, von den Geschwistern durchgefüttert, als Pflegefall ein tristes Leben führen. Doch Kasper will weder den Hof noch will er jemandem zur Last fallen. Er strebt nach Wissen und schleicht sich bei jeder Gelegenheit ins naheliegende Kloster wo er von den Mönchen in die Welt der Kräuter und der Heilkunde eingeführt wird. 
Als ein Werber der österreichischen Kaiserin Maria Theresia, ein neues, besseres Leben in Österreich in Aussicht stellt, greift Kaspers Vater die Gelegenheit beim Schopf und die Familie macht sich auf ein lange, beschwerliche Reise. 
Dass das Versprechen aus Österreich ein leeres Versprechen ist, verrät bereits der Titel des Buches, was der Spannung jedoch keinen Abbruch tut.
Was mir an dem Buch sofort sympathisch war, ist die Tatsache, dass es hier nicht um Päpste Kaiser oder große historische Personen geht. Es erzählt ein ganz unspektakul-äres, weitestgehend unbekanntes Kapitel deutsch-österreichischer Geschichte, von dem ich, offen gestanden, keine Ahnung hatte. 
Es geht um den Mut und die Stärke kleiner Leute inmitten all der politischen Turbulenzen ihrer Zeit. Das Hoffen und Leiden, das Darben, Streben und Sterben jener Menschen, die gemeinhin von der Geschichtsschreibung vergessen werden.
Obwohl, oder vielleicht gerade weil der Text von Dialogen lebt und sich nicht in blumigen Beschreibungen ergeht, fühlt sich der Leser den Personen nah, und befindet sich plötzlich mitten in einer anderen Zeit. Unerhoffte Glücksfälle und heftige Schicksalsschläge wechseln sich wie im wahren Leben ab und wie im wahren Leben, werden nicht alle Übeltäter bestraft und nicht alle Tapferen ernten Ruhm. Das Einzige, was mir missfiel war der Satz des Buches mit seinen großzügigen Absätzen, die manchmal den Text regelrecht zerreißen und wirklich den Lesefluss stören, aber das ist sicherlich Geschmackssache und soll an der Bewertung nichts ändern. 5 Sterne für einen flüssig und lebendig geschriebenen historischen Roman der leisen und einfühlsamen Art.

Fortsetzung gewünscht

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Als Fan historischer Romane war ich ganz gespannt auf das Werk von Evelyn Barenbrügge. Ich kann sagen, meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Sehr anschaulich und spannend wird in diesem Roman das Leben der Menschen beschrieben, die ihre Heimat aufgeben und voller Hoffnungen in ein ihnen unbekanntes Land aufbrechen. Während die Familie sich frohen Mutes auf den Weg macht, weiss der Leser bereits, welche Bedrohungen sich am vermeindlichen Ende ihrer Reise auftun werden. Das macht das Lesen so spannend: wie werden sie damit umgehen, wenn nicht das versprochenen Paradies auf sie wartet? Nachdem ich mich in den für mich etwas ungewohnten Schreibstil eingelesen hatte, las ich das Buch in (fast) einem Rutsch! Und voller Spannung warte ich schon auf eine Fortsetzung von Evelyn Barenbrügges Schreibkunst!!!

Historisches kann so fesselnd sein!

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Für Freunde und Liebhaber historischer Romane ist dieses Buch fantastisch! Hervorragend recherchiert erzählt es anschaulich und fesselnd die Geschichte einer Kötterfamilie, die wegen der Knechtschaft durch den Adel keine Zukunft im heimischen Sauerland sieht und deshalb den (leeren) Versprechen Maria Theresias folgt und den Fuß- und Schiffsweg bis nach Österreich und darüber hinaus auf sich nimmt. Die Autorin schildert dabei in packender Weise die privaten und öffentlichen Lebensumstände dieser Zeit und die Einflüsse, die Adel und Klöster darauf hatten. Ein höchst empfehlenswertes Buch!

Spannend bis zur letzten Seite

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Barenbrügges erster Roman hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt! Ihre direkte Sprache lässt den Leser tief in die Handlung rund um Kaspar Baumann eintauchen. Unmittelbar erlebt man alle Schicksalsschläge mit dem jungen Helden diese Romanes. Tief berührt die innige Verbindung zur jüngeren Schwester Marie. Zusammengefasst in zwei Worten: absolut Lesenswert!

Kein leeres Versprechen

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Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Die Figuren werden in all ihren Facetten anschaulich dargestellt und die authentisch wirkenden Schauplätze entführten mich in die Welt des 18. Jahrhunderts, wo die Bauern gegen den übermächtigen Adel ums tägliche Überleben kämpften. Eine Familie bringt den Mut auf, mit dem letzetn Hab und Gut ihre westfälische Heimat für immer zu verlassen, in der Hoffung, in der Fremde endlich frei und ohne Not leben zu können. Kasper Baumann, der älteste Sohn, muss sich auf dieser Reise und in einem Land, das ihm stets fremd bleibt, immer aufs Neue bewähren und eine große Verantwortung übernehmen. 
Der Autorin ist es in einfühlsamer Weise und in einer wunderbaren Sprache gelungen, einen mitreißenden Roman voller Lebendigkeit und Wärme zu schreiben. Das Buch füllt eine Lücke im breiten Spektrum der historischen Romane, da es in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts angesiedelt ist, das gegenüber dem Mittelalter meines Wissens nach im Prosabereich eher stiefmütterlich behandelt wird.

Sauerland und Schwabenzüge

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Hohe Steuern und die Wut über ein, von adeligen Jagdteilnehmer zerstörtes Kornfeld läßt in Kasper Baumanns Vater die Erkenntnis reifen, daß Attendorn im Sauerland nicht die Zukunft seiner Familie seien kann. Hier trifft es sich gut, daß in einem Nachbarort ein Werber Kaiserin Maria Theresias mit Geld und guten Worten Neusiedler für Österreich-Ungarn sucht. Durch Kriege entvölkert, soll dieser Landesteil wieder bewohnt und so gegen die Türken gesichert werden. Daß es das Barnat werden soll, wird den Wanderern allerdings erst in Wien gesagt, hier ist nicht mehr an eine Umkehr zu denken. Die Wanderung und die Ansiedlung werden an Hand der Familie Baumann, und hier explizit durch das Handeln des erst 14 Jahre alten Kaspers beschrieben. Dieser, durch eine Unfall behindert, und bei Mönchen in der Kräuterheilkunst unterrichte, hat nur die Wahl zu zerbrechen oder über sich hinaus zu wachsen. Welches Schicksal er wählt und wie es ihm und seiner Familie dabei ergeht, ist Inhalt dieses Buches. 
Das Erstlingswerk Evelyn Barenbrügge umfaßt fast 600 Seiten, welche auch einem ungewöhnlich Schriftsatz geschuldet sind, dieses um so mehr, da die Autorin sich stark der wörtlichen Rede verpflichtet fühlt. Nachdem man, dieses Wort vermeidet sie gewollt, den ersten Eindruck akzeptiert hat, gelangt man zu einer spannenden Geschichte aus einem wenig bekannten Bereich der sog. Schwabenzüge. Die Schilderung der damaligen Umstände zeigt in ihren Details eine große geschichtliche Genauigkeit, kleinere Abweichungen sind tolerabel. So verließen die Wanderer keineswegs das Heilige Römische Reich in Passau, Österreich war noch ein Bestandteil desselben. Das Werk läßt durch seine Themenwahl und durch die Herangehensweise der Autorin auf weitere Bücher hoffen, mangelnde Routine sollte einem Erstling nicht vorgeworfen werden. 

Leeres Versprechen

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Evelyn Barenbrügge hat mit diesem Debut einen beachtlichen historischen Roman vorgelegt. Wie aus einem Nachwort hervorgeht, hat sie diese Geschichte auch ausgewählt, weil ihre Großmutter einst Fünfkirchen in Ungarn, das heutige Pécs, verlassen musste. Die liebevolle Schilderung der Auswanderung aus dem Herzogtum Westfalen ins Ungewisse, hat also auch ein wenig mit der Familie der Autorin zu tun, auch wenn die Personen der Handlung und ihre furchtbaren Erlebnisse historischen Ereignissen eher nachempfunden sind. 
Von der ersten Seite an nimmt der Leser zutiefst Anteil am Schicksal der Protagonisten und erfährt sehr viel über das Leben der Menschen im 18. Jahrhundert. Die spannende Handlung macht es fast unmöglich, das Buch aus der Hand zu legen. Ich kann es nur nachdrücklich empfehlen.

Leeres Versprechen

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Der Debütroman der Autorin führt den Leser auf spannende Weise in den Alltag der Bauern des späten 18. Jahrhunderts. Bittere Armut herrscht im Herzogtum Westfalen, der Adel lebt in Saus und Braus. Kasper Baumann, der älteste Sohn einer Bauernfamilie aus Attendorn, muss sich dem Willen des Vaters beugen, das Kloster, seine wahre Heimat, verlassen und die Familie ins Ungewisse begleiten, die dem Aufruf Maria Theresias auf ein gutes Leben ins ferne Österreich folgt. Nach Wochen voller Leid, Krankheit und Tod erreichen sie Wien. Dort erfährt die Familie, dass sie noch lange nicht am Ziel ist. Ausgemergelt, schmutzig und voller Hoffnung erreichen sie nach weiteren Wochen ihre neue Heimat, die Stadt Simeria an den Ufern des Mures. Dort müssen sie feststellen, dass sie nichts als einem Leeren Versprechen der Regentin von Österreich und Ungarn gefolgt sind. Ein bitterer Kampf ums Überleben beginnt. 
Der historische Hintergrund ist sehr gut recherchiert. 
Die Autorin versteht es, den Leser auf unnachahmliche Weise in den Bann des Geschehens zu ziehen, ihre Charakter sind lebensnah gezeichnet, durch ihre bildlreiche Sprache erweckt sie Schauplätze und Begebnheiten in den schillerndsten Farben zum Leben. 
Ich kann diesen historischen Roman, der sich auf angenehme Weise von den abgenutzten weiblichen Helden abhebt, nicht nur den Historik-Freunden empfehlen.