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Afrika hautnah

Ein spannender Tag beginnt. Nach einem ausgedehnten Frühstück werden die Koffer wieder aus den Zimmern abgeholt und im Bus verstaut. Nur kurz ist unsere Fahrt bis zum Löwenpark. Ich werde die ersten Löwen sehen, die nicht in einem Zoo in einem engen Gehege eingesperrt sind. Das Gehege ist wesentlich größer, aber eingesperrt sind die Löwen auch. Das hat seien Sinn und hilft den Menschen und den Löwen. Gut geschützt und sicher fahren wir im Bus durch die drei großen Camps. Die Löwen wissen natürlich ganz genau, dass ihnen nichts passieren kann und daher beachten sie uns nicht. Außerdem haben sie ihr Fressen bereits bekommen und wir regen daher ihren Appetit nicht an. Faul und träge liegen sie in der Sonne und lassen sich nicht stören. Ein paar ganz junge Löwen sind genau so neugierig wie wir und laufen auf den Bus zu, bleiben aber in sicherem Abstand stehen und beobachten das riesige Ungetüm. Einige Löwen werden von den Wildhütern mit einem Zeckenmittel eingesprüht. Im dritten Camp werde ich dann Zeuge der natürlichen Beweglichkeit der Löwen. Mit einem riesigen Satz springt ein Löwe plötzlich direkt neben uns auf einen Baum. Trotz Scheibe zuckte ich doch ein wenig zusammen, sah es doch so aus, als würde der Löwe direkt auf mich zukommen. Kurz bevor wir das Camp verlassen, werden die Hyänen gefüttert. Diese Tiere üben eine gewisse Faszination auf mich aus. Sie sind nicht die Schönsten, aber sie haben ein so starkes Gebiss, dass sie locker den Unterarm eines Mannes durchbeißen können.

Ursprüngliches Afrika erfahre ich bei der Ankunft im Lesedi-Cultural-Village, einem Kulturdorf, in dem Zulu, Xhosa, Basotha und Ndebele ihre Traditionen in Liedern und Tänzen, aber auch in Hütten und Krals, Kleidung, Essen und Getränken zeigen. Gegen die heiße Sonne schminken sich die meisten Xhosa-Frauen mit weißer Schminke das Gesicht. Mit anderen Farben werden kleine Verzierungen, meistens mit Punkten aufgebracht. Dazu kommen die zum Teil sehr farbenfrohen Stoffe, aus denen die Kleidung hergestellt ist. Eine Ndebele-Frau fällt vor allem durch bunte, dicke Filzdecken auf und durch dicke Messingringe um den Hals und die Fußgelenke. Besonders gut gefällt mir auch die bunte, mit geometrischen Mustern versehene Malerei der Ndebele, die sich auf den Hauswänden wiederfindet. Diese Muster werden auch mit kleinen Perlen in Armbänder und Ketten gestickt. Außerdem werden aus der Perlenstickerei auch die Liebesbriefe der Zulu hergestellt. Jedes Muster, jede Farbkombination hat eine andere Bedeutung. In einer großen Arena, die zum Schutz vor der Sonne überdacht war, konnten wir dann Platz nehmen. Mit Musik, Tänzen und nachgestellten Kampfszenen zeigten uns die Tänzer dann die Geschichte Südafrikas nach dem Ende der Zulukriege. Ich sah und hörte Tänze und Lieder, die vom Jagen, von Kämpfen, von der Arbeit in den Diamantenminen und freudigen sowie traurigen Ereignissen erzählten. Anschließend konnte ich mir noch ein Zulu- und ein Xhosadorf ansehen. Die Werkzeuge zur Jagd und für die Verteidigung waren ziemlich beeindruckend und auch für die Nahrungszubereitung gab es unterschiedliche Geräte. Ich konnte dann zusehen, wie in einer Hütte des Xhosadorfes der Fußboden neu gestaltet wurde. Kuhdung wurde mit viel Wasser angerührt und auf dem Boden verteilt. Mit einem Schaber zog die Xhosafrau ein Muster in die Fläche, so dass der Boden aussah wie ein Schachbrett. Mit dem Trocknen ließ dann auch der penetrante Geruch nach. So etwas wäre bei uns undenkbar. Wir verließen das Dorf, unser Weg führte uns nach Johannesburg. Am Hauptbahnhof erhielten wir in einem kleinen, klimatisierten Warteraum einen Imbiss und kalte Getränke, Kaffee und Tee. Während wir uns stärkten, wurde unser Gepäck in den Zug verladen. Die Koffer wurde in die Abteile gebracht und wir brauchten uns nicht darum zu kümmern. Das war ziemlich angenehm. Gleich nach dem Imbiss gingen wir zum Zug und ich bezog mein Antilopenabteil im Wagen zwei; nicht sehr groß, aber sehr zweckmäßig eingerichtet. Den Koffer verstaute ich über der Abteiltür. Pünktlich am Mittag verließ unser Sonderzug den Bahnhof von Johannesburg. Ich hatte mal wieder Glück, die Sonne schien in mein Abteil und so öffnete ich das Fenster, machte es mir bequem und und genoss die Wärme während der Fahrt. Besonders praktisch war es, dass wir über den Bordlautsprecher von unseren Reiseleitern weitere Informationen zu unserer Reise erhielten.  © powerwriter / eb